"Energiebewusstes Bauen" zielt weniger auf Enegieeinsparungen beim Bauen selbst ab, als vielmehr auf den Energiebedarf des Hauses nach der Fertigstellung. Da die Wahl der Baumaterialien dafür entscheidend ist, sollte man sich über sein Mauerwerk frühzeitig Gedanken machen. Wer sein Haus tatsächlich selbst bauen und dabei jeden Stein selbst setzen will, für den kommt eigentlich – so er sich mit dieser Arbeit nicht auch von Berufs wegen befasst – nur ein Baustoff in Frage, nämlich Porenbeton. Dieses Baumaterial ist leicht und daher tatsächlich auch "energiesparend" verbaubar. Die hohe Maßhaltigkeit der Steine, die mit einer Bandsäge auf den Millimeter genau abgelängt werden können, macht die Verarbeitung dieses Werkstoffes einfach und simpel. Für jeden, der eine Wasserwaage ablesen und eine Schnur spannen kann, wird das Mauern zum Kinderspiel. Im Rohbau sind Dosenbohrungen und Kabelschlitze im Handumdrehen hergestellt. Ganz nebenbei hat dieses Material durch seine Lufteinschlüsse in den kleinen Poren eine überzeugende Wärmedämmung. Wer für die Außenmauer einen hochwertigen, 24 cm dicken Stein und einem Lamda-Wert von 0,09 W/mK mit einer 6 cm starken Dämmung kombiniert, erreicht damit bereits einen hervorragenden U-Wert von 0,23 W/m²K.

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Die erste Lage macht etwas mehr Mühe, da sie in Mörtel gesetzt werden muss. Eine enorme Hilfe bietet ein Rotationslaser, mit welchem zunächst die Ecksteine absolut höhengleich nivelliert werden müssen. Deren horizontale Lage ist ebenfalls von Bedeutung für die Maßhaltigkeit und Rechtwinkligkeit des gesamten Gebäudes. Hier lohnt es sich, lieber einmal mehr als zuwenig zu messen. Sitzen die Ecksteine sauber, so kann man zwischen ihnen nach der Schnur die erste Lage setzen.

Dann geht es zügig aufwärts. In jeder Lage beginnt man mit den Ecksteinen, die exakt "im Wasser" stehen müssen. Dazwischen wird wieder nach der Schnur gemauert. Nach der vierten Reihe muss man schon aufpassen, dass die nötigen Fensteröffnungen nicht vergessen werden. Nach zwei oder drei Reihen sollte man immer mit dem Schleifbrett über die Mauer reiben, um kleine Höhenunterschiede zwischen den Steinen auszugleichen.

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Die Fenster werden selbstverständlich "RAL-montiert". Nur so hat man die Garantie, dass sie absolut winddicht eingebaut sind. Die Montage der Fenster ist nicht besonders schwer. Ich habe sie jedoch montieren lassen, um später keine Probleme bei eventuellen Garantieansprüchen zu haben.

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Hier wird der Vollwärmeschutz angebracht. Konkret wurde eine 6 cm starke Styropordämmung in Nut- und Federtechnik angebracht und mit Gewebe armiert. Beim Armieren wird man dankbar jede Hilfe registrieren, da der SM 600 insbesondere bei höheren Temperaturen relativ zügig verarbeitet werden will.

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Die gedämmte und bewehrte Fassade.Das Obergschoss wurde nicht armiert, sondern mit Stamisol-Folie bespannt. Darauf wurde eine hinterlüftete Schalung aus Red-Cedar-Parallelogrammlatten montiert.

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Über dem Wohnbereich ist das Dach durch eine 14cm starke Aufdachdämmung isoliert. Das gesamte Haus (Keller, EG, DG) hat bei 60m² Grundfläche einen Wärmebedarf von etwa 5 kW.

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