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Als Viereinhalbjähriger stand ich am 26. März 1962 staunend und den Kopf weit im Nacken vor dem brennenden Schulhaus der Hirscheck-Schule in Schnaitheim. Außer meiner frühkindlichen Begeisterung für den raschen und engagierten Einsatz der Feuerwehr mit ihren knallroten Autos konnte ich dieser Situation weiter nichts Positives abgewinnen. Kein Wunder - meine eigene Einschulung war damals ja noch weit hin. Ohnehin war nur der Hauptschultrakt betroffen und auch dieser war zwei Jahre später bei meiner Einschulung wieder neu aufgebaut.

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Ab April 1964 drängte ich mich dann mit 46 weiteren Kindern in der ersten Klasse von Fräulein Ruth Federschmidt. Falls sich jemand über die hohe Schülerzahl wundert: Das war damals so üblich, außerdem gab es noch zwei weitere und ebenso starke Parallelklassen. Die Aufnahme muss ein Jahr später im zeitigen Frühjahr entstanden sein, wie man an den Gummi- und Skistiefeln sieht. An der Seitentafel ist der Palmsonntag skizziert und es ist vom Ölberg die Rede. Relevante Buchstaben waren gerade pP, dD, lL und zZ, außerdem st, ei und ie.

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In der zweiten Klasse waren wir offensichtlich aller Buchstaben mächtig. Ulrich und Linda waren Lesekönige, ich war Ordner und Peter, Franko, Rolf, Bernd und Günther hatten Schulden. Datenschutz war damals offensichtlich noch kein Thema...

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Von der dritten und der vierten Klasse bei Frau Helga Morawetz gibt es keine Klassenbilder - jedenfalls habe ich leider keine. Die sind damals wahrscheinlich den "Kurzschuljahren" zum Opfer gefallen, als in einer beispiellosen "Hau-Ruck-Aktion" der Schuljahresanfang vom Ende der Osterferien auf das Ende der Sommerferien verlegt wurde. Aber anstatt diesen Übergang durch die Verlängerung zweier Schuljahre erst einmal bis zu den Pfingst- und dann zu den Sommerferien zu schaffen, gab es zwei Kurzschuljahre mit eigenen Lehrplänen. Meine dritte Klasse dauerte von Ostern bis Weihnachten und die vierte Klasse von Weihnachten bis Ende Juli. Dafür wurde sogar der "Weiße Sonntag" für uns verschoben. Meine Erstkommunion datiert vom 27. November 1966, das war damals der erste Advent! Auf diesem Bild sind also wenigstens die katholischen Drittklässler des gesamten Schnaitheimer Jahrgangs mit dem ehrwürdigen Stadtpfarrer Alfons Möller zu sehen.

Inzwischen sehen wir, mit 30, 40, 50 Jahren alle ganz anders aus - oder auch nicht...

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Falls sich jemand mokieren sollte, dass auf den kleinformatigen Bildern kaum jemand zu erkennen ist: Heute gibt es so etwas wie einen Daten- und Persönlichkeitsschutz und nicht jede(r) der Abgebildeten mag erfreut darüber sein, sein kindliches oder reiferes Konterfei einer weltweiten Verbreitung ausgesetzt zu sehen. Zudem würden die Dateien in Originalgröße auch gute Datenverbindungen bis an die Grenze des Zumutbaren belasten. Alle Berechtigten, und das sind meine damaligen Schulkameradinnen und -kameraden, erhalten aber gerne auf Anfrage die gewünschten Originaldateien per eMail.

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