Es wird empfohlen, die folgenden Hinweise zunächst vollständig zu lesen, damit der Zusammenhang und die Abfolge der einzelnen Schritte deutlich werden!

Für die neueren Maxima-Versionen ab Version 5.44.0 gibt es leider keine dmg-Pakete mehr zur einer mehr oder weniger automatischen Installation. Dies ist der Abschottungspolitik von apple geschuldet, welche keine Programme mehr auf dem Mac haben möchte, die nicht aus dem eigenen Appstore bezogen wurden. Man hat nun auf dem Mac leider einen deutlich größeren Aufwand, um dort Maxima zum Laufen zu bringen. Dies wird bereits auf der Maxima-Downloadseite von sourceforge deutlich, dort wird bei den neueren Versionen von Maxima auf die Installation mit Hilfe von MacPorts hingewíesen.

maxima hinweis

Um neuere Maxima-Versionen installieren zu können, wird daher MacPorts benötigt. Wer diesen Weg nicht gehen will oder kann, muss die Maxima-Version 5.43.0 verwenden und die Installationsdatei Maxima-5.43.0-VTK-macOS.dmg herunterladen. Dies ist die letzte als .dmg-Datei (Disk-iMaGe) erhältliche Version. Ihre Installation ist auch unter macOS BigSur (noch) möglich, man muss allerdings das sogenannte Quarantäne-Flag von apple – meist mehrfach – entfernen.
MacPorts ist eine Software, um open-source-Programme auf dem Mac installieren zu können, man findet weitere Infos unter macports.org:

macports home

Die Installationsseite von MacPorts nennt die für eine Installation von MacPorts nötigen Schritte:

macports install

Laut dem ersten Schritt muss man, um überhaupt MacPorts installieren zu können, zuvor XCode und die XCode Command Line Tools installieren.

Ein Klick auf den entsprechenden Link unter Punkt 1 führt auf auf eine weitere Seite, auf welcher man erfährt, dass XCode über die "apple developer website" oder über den "Mac App Store" bezogen werden kann.macports install xcode

Da man in den seltensten Fällen als apple-Entwickler registriert ist, empfiehlt sich der Weg über den Mac App Store.

 

XCoded applestore

1. Installation von XCode aus dem Mac App Store

Geduld und eine schnelle Internetverbindung sind nötig, da diese App rund 12,5 GB groß ist! Zur Installation auf dem eigenen Mac wird das eigene Passwort abgefragt. Lohn der Mühe ist ein weiteres App-Icon in den Programmen:

 XCode Icon

Entsprechend dem zweiten Schritt auf der MacPorts-Installationsseite soll nun ein Kommando im Terminal abgesetzt werden, um den Lizenzbedingungen von XCode zuzustimmen. Allerdings erfragt das Programm XCode bei seinem ersten Start diese Zustimmung ohnehin von selbst in einem Fenster, so dass diese Zustimmung dort ganz einfach durch Setzen eines Hakens geschehen kann.

xcode screen 

Nur wenn dieses Fenster nicht beim ersten Start erscheint oder sonstige Probleme mit XCode auftreten, sollten die in einem weiteren Fenster beschriebenen Schritte durchgeführt werden. Sobald der Willkommensbildschirm von XCode erscheint, ist alles in Ordnung. Dort müssen keine Eingaben gemacht werden, wir können dieses Fenster gleich wieder schließen, da wir nicht selbst mit XCode arbeiten werden.

2. Terminal öffnen

Für den weiteren Fortgang benötigen wir das sog. "Terminal". Dieses Terminal ist ein kleines Fenster, in welches man UNIX-Befehle eingeben muss. Es befindet sich auf dem Mac im Unterordner "Dienstprogramme", heisst "Terminal.app" und hat das folgende Icon:

Terminal icon 

Dieses "Terminal" benötigen wir zunächst, um die XCode Command Line Tools zu installieren. Dazu gibt man die folgende Anweisung

xcode-select --install

in das Terminal ein und drückt die Eingabetaste. U.U. erscheint ein Dialog, in welchem nachgefragt wird, ob die Command Line Tools geladen und installiert werden sollen. Diese Frage muss natürlich bejaht werden.

Den Erfolg kann man nötigenfalls überprüfen, indem man den Befehl ein zweites Mal eingibt:

commandline_install.jpg

Damit sind XCode und die XCode Command Line Tools installiert und es kann die Installation von MacPorts in Angriff genommen werden:

3. Download von MacPorts

Dazu lädt man entsprechend Schritt 3 auf der MacPorts-Installationsseite das zum eigenen OS-Betriebsystem passende Paket. Man erhält in seinen Downloads-Ordner ein Icon, das etwa folgendermaßen aussieht:

 pkg icon

Der Dateiname lautet – abhängig von der gerade aktuellen Installation und dem eigenen Betriebssystem – etwa

MacPorts-2.7.1-11-BigSur.pkg

4. Installation von MacPorts

 Die Installation von MacPorts verläuft automatisch: Man macht man einen Doppelklick auf das Icon und folgt den Anweisungen des Installationsprozesses.

macports installation

Man klickt einfach immer "weiter" und erklärt sein Einverständnis zu den Lizenzbedingungen. Nach der Installation erhält man übrigens zunächst kein weiteres App-Icon in seinen Programmordner. MacPorts sorgt nur dafür, dass man nun im Terminal weitere Befehle ausführen kann. Ob die Installation geklappt hat, kann daher im Terminal mit dem Befehl

port version

überprüft werden. Wenn alles in Ordnung ist, erscheint die aktuelle MacPorts-Version im Terminal.

Nach der Installation wird gefragt, ob das MacPorts-Installationspaket in den Papierkorb verschoben werden soll. Es ist ratsam, das Paket zunächst noch zu behalten, u.U. muss man den Installationsprozess wiederholt ablaufen lassen. Das Verschieben in den Papierkorb kannauch später noch von Hand vorgenommen werden.

5. Update von MacPorts

Direkt nach der Installation von MacPorts muss ein Update des Programms durchgeführt werden. Dieses Update dient weniger dem Programm als solchem, sondern vielmehr den Begleitdateien. In der Terminologie von MacPorts werden alle Programme, die über MacPorts installiert werden können, als Ports bezeichnet. Und die nötigen Angaben zum Installieren all dieser Programme sind in eben diesen Begleitdateien aufgeführt, so dass man den Befehl

sudo port selfupdate

im Terminal ausführen sollte. Bei den mit sudo beginnenden Befehlen muss man in aller Regel sein (Administrator-)Passwort eingeben. Dies bedeutet zugleich, dass die gesamte Installation nur möglich ist, wenn man auf seinem Mac auch Administrator-Recht besitzt! Achtung: Das Passwort wird bei der Eingabe NICHT angezeigt, mann muss es quasi "blind" eintippen!

Beim o.g. Update kann es u.U. zu Problemen kommen! Um diesen Problemen auf die Spur zu kommen, empfiehlt sich eine leicht abgeänderte Version dieses Kommandos auszuführen:

sudo port -d selfupdate

Damit werden die auftretenden Schwierigkeiten benannt, so dass man diese beseitigen kann. Im selbst erlebten Fall lag das Problem daran, dass der für den Update-Prozess nötige Server nicht erreicht werden konnte, da im Netz der PH Gmünd der dafür nötige Port offensichtlich nicht freigeschaltet ist. Ein Versuch in der heimischen Umgebung hat dieses Problem jedoch nicht auftreten lassen. Daraus folgt, dass dieser Schritt des Updates von MacPorts nicht innerhalb der Hochschule ausgeführt werden kann, man muss diesen Schritt zuhause vornehmen. Nötigenfalls muss man auch die Installation von MacPorts erneut von zuhause ausführen. Wenn der Befehl ausgeführt werden kann, dann sieht das folgendermaßen aus:

selfupdate

Hilfreich kann der Befehl

port diagnose

sein. Dieser liefert ggf. weitere Hinweise auf "Störfaktoren", welche den Betrieb von MacPorts negativ beeinflussen können. Schließlich kann man sich noch mit

port info maxima

über in MacPorts verfügbare Angaben zu Maxima und mit

port deps maxima

über Kopmonenten informieren, welche zusammen mit Maxima installiert werden. Damit kann es schließlich an die Installation von Maxima gehen.

 6. Neueste Maxima-Version herunterladen

Maxima selbst – bzw. dessen Installationspaket – wird durch einfaches Anklicken von der sourceforge-Seite in das persönliche Download-Verzeichnis geladen.

Nach wie vor muss man das Quarantäne-Flag vom heruntergeladenen Paket entfernen. Dazu gibt man im Terminal den folgenden Befehl ein:

xattr -d com.apple.quarantine ${HOME}/Downloads/MacPorts-Maxima-5.45.1.dmg

Falls man eine andere Version geladen hat, muss natürlich der hier unterstrichene Dateiname am Ende entsprechend angepasst werden!

Ein Doppelklick auf das Paket öffnet das folgende Fenster:

macports maxima

Je nachdem, ob im eigenen Mac ein Intel- oder M1-Prozessor enthalten ist, richtet sich das weitere Vorgehen nach den in den zugehörigen ReadMe-Dateien beschriebene Verfahren. Welcher Prozessor im eigenen Mac enthalten ist, kann man über das Apfelsymbol in der Menüleiste und die Option "Über diesen Mac" feststellen:

ueber mac

Durch einen Doppelklick öffnet man die zugehörige ReadMe-Datei und folgt den darin enthaltenen Anweisungen. Im Folgenden wird die Installation auf einem Intel-Mac beschrieben.

Laut der Anleitung der Maxima-Version 5.45.1 sollen bei bereits installiertem MacPorts zunächst weitere Updates durchgeführt werden. Dazu führt man die Befehle

sudo port selfupdate

sowie

sudo port upgrade outdated and not \( vtk or maxima \)

aus. Den sog. backslash " \" erreicht man auf dem Mac über die Tastenkombination <Shift><alt><7>. Die aufgeführten Befehle sollten aber ohnehin bevorzugt aus der Anleitung kopiert und in das Terminalfenster eingefügt werden, um Tippfehler zu vermeiden.

Weiter geht es danach mit Punkt 4 der Maxima-Installationsanleitung.

Dort sind weitere Befehle aufgeführt, welche in das Terminal eingegeben werden wollen. Bei manchen Installationen erscheint zwischendurch die Abfrage

Continue? [Y/n]

Daruf gibt man immer ein großes Ypsilon ein und drückt die Eingabetaste!

Zunächst werden weitere Skripte zur Installation von Maxima kopiert:

sudo port selfupdate; sh /Volumes/MacPorts-Maxima/copy_portfiles.sh

Dann wird gnuplot, das Programm zur Darstellung von Maxima-Grafiken installiert:

port info gnuplot

sudo port install gnuplot +qt5

Die Installation von gnuplot kann durchaus einige Minuten dauern! Kaffe und Kekse bereit halten ;-)

Weiter geht es mit der Installation des benötigten Lisp-Compilers. Maxima ist eine Software, welche in Lisp programmiert wurde.

port info sbcl

sudo port install sbcl

Hier bleibt die Ausgabe im Terminal-Fenster nach

---> Building sbcl

längere Zeit unverändert. Zeit für einen weiteren Kaffe und Kekse!

Dann wird Maxima installiert ...

port info maxima

sudo port install maxima

 

... und schließlich wxMaxima

port info wxmaxima

sudo port install wxmaxima

 

Um wxMaxima nutzen zu können, müssen bei der Erstinstallation die jsMath TeX fonts installiert werden. Sie sind über

http://www.math.union.edu/~dpvc/jsMath/download/jsMath-fonts.html

erhältlich. Die Instalaltion der Fonts ist auf der angegebenen Seite beschrieben. Dieser Schritt ist bei einem späteren Update nicht mehr nötig.

Damit kann wxMaxima bereits benutzt werden. wxMaxima kann über den Befehl

open -a /Applications/MacPorts/wxMaxima.app

im Terminal gestartet werden. Außerdem steht im Programmordner im Verzeichnis MacPorts ein Icon für wxMaxima zur Verfügung, so dass es damit ebenfalls gestartet werden kann.

Für die Grafikausgabe im xmaxima-Format wird die Installation von Tk benötigt:

port info tk

port installed tk

sudo port install tk +quartz

 

Die Installation Visualization Toolkit VTK bringt im Moment keine erkennbaren Vorteile und kann wohl unterbleiben, zumal der Installationsprozess eine erneute großzügige Kaffeepause ermöglicht ;-)

port info vtk

sudo port install vtk +python38 +qt5

Auch die weiteren in der Readme-Datei aufgeführten Optionen (TeXmacs, texlive-tatex-recommended und Emacs) brauchen nach jetzigem Kenntnisstand für unsere Zwecke nicht installiert werden.

Welche Ports in welcher Version installiert wurden, kann jederzeit mit dem Befehl

port installed ...

überprüft werden, also beispielsweise mit

port installed gnuplot

port installed maxima

port installed wxmaxima

usw.

Klickt man bei geladenem wxMaxima mit der rechten Maustaste auf dessen Icon im Dock und wählt OPTIONEN / IM DOCK BEHALTEN, so kann wxMaxima immer aus dem Dock gestartet werden.
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